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Die Milch-Affäre

Zu der Geschichte mit meinem ?bereifrigen Magen gibts noch ein nettes kleines Aufreger-Geschichtchen zu erz?hlen...

Wir sind grade beim Fr?hst?ck austeilen, als es im Zimmer jener besagten Patienten l?utet. Ich ?ffne die T?r und das erste was ich sehe ist, dass sich jene Patientin in hohem Bogen in den Warmhaltedeckel f?rs Fr?hst?ck ?bergiebt. Sofort wieder r?ckw?rts raus, Nierenschalen vom Pflegewagen gepackt und wieder zur?ck ins Zimmer zur Patientin.
Da h?lt mich pl?tzlich deren Bettnachbarin am Handgelenk fest und schaut mich vorwurfsvoll an, "Warum gehen sie jetzt zu der? ICH hab sie doch nur gerufen weil ich schon wieder keine Milch bekommen habe. Bringen sie mir jetzt sofort meine Milch!" Leider war ich zu perplex um irgendwas zu sagen, sch?ttelte nur ihre Hand ab und eilte zur Nachbarin.
W?hrend diese mir dann schwungvoll den randvollen Warmhaltedeckel in die Hand dr?ckte, so dass sich ein nicht geringer Teil des Inhaltes ?ber meine H?nde verteilte und ich erstmal in die Toilette eilte um das Zimmer nicht noch mehr zu verschmutzen h?rte ich noch, wie Milch-Patientin gerade ihren Sohnemann, einen Professor f?r Irgenwas an der Uni Irgendwo, anrief und sich bitterlich dar?ber beschwerte dass sich hier niemand um sie k?mmern w?rde, nur um ihre Nachbarinnen, aber keiner sie beachtet...

Diese Frau terrorisierte schon seit mehreren Tagen alle Pfleger damit, dass sie sich am liebsten alles und jedes Nachtragen lassen w?rde, um nur ja keinen Handgriff zu viel machen zu m?ssen und sich st?ndig beim Arzt und ihrem Sohnemann ?ber die 'schrecklichen Schwestern' beschwert.
Links von ihr liegt besagte alte Dame die aufgrund eines Gipses von den Zehen bis zum Bauch hoch schon seit Wochen nicht mehr aufstehen durfte und zus?tzlich noch vollkommen dement ist.
Rechts von ihr liegt eine 50j?hrige im Sterben, fast vollst?ndig weggetreten, keine M?glichkeit der Kommunikation, vollkommen bewegungslos...
Statt dass die Milch-Dame sich freut dass sie mit ihren 70 Jahren noch vollkommen fit, selbstst?ndig und bei geistiger Gesundheit ist, beneidet sie lieber ihre Zimmernachbarinnen darum, dass sie von uns gewaschen, gef?ttert, gelagert, etc. werden m?ssen.
Ich versteh das nicht, echt nicht...

Zum Gl?ck wurde sie heute entlassen und darf wieder heim zu ihrem Sohnemann, der sich soooo viel besser um sie k?mmert. Kunstst?ck, der hat auch keine 48 anderen Patienten bei sich zu hause rumsitzen....
3.11.05 20:17


Zu solidarisch

So, gestern gabs ja eine kleine Pause, kein Eintrag von mir...

Lag vor allem daran, dass ich vollkommen groggy von der Arbeit zu hause erst mal in mein Bett gefallen bin und geschlafen habe um dann Abends in einer Art und Weise ins Kino zur Sneak Preview zu wanken, die mir bei einem Casting f?r 'Return of Land of the Dead' garantiert die Zombie-Hauptrolle eingebracht h?tte.

Ich halte ja sehr viel von Solidarit?t, aber gestern fr?h war mir mein Magen etwas ZU solidarisch, als er sich entschlossen hat, sich einfach mal freundlicherweise mit einer Patientin mit zu ?bergeben... Tjaja, wenn man mit Migr?neanfall in die Arbeit geht, kann dieser Beruf manchmal im wahrsten Sinne des Wortes zum kotzen sein...

Aber keine Sorge, jetzt gehts mir wieder blendend
3.11.05 18:20


Heute...

... war ein sch?ner Arbeitstag. Das Team war klasse, es war nicht zu viel zu tun, wir haben jede Menge gelacht ?ber Themen die ich hier lieber nicht wiederhole und kurz bevor ich ging sagte meine Bezugsschwester zu mir, dass ich schnell, genau und sehr gut im Umgang mit den Patienten bin.

Das geht runter wie ?l

Vor allem, da mir auf meiner letzten Station mehrmals von einer Schwester gesagt wurde dass ich faul und aufs?ssig sei und f?r diesen Beruf auf keinen Fall geeignet... Zum Gl?ck hab ich die niemals ernst genommen, die Frau war ne Katastrophe. Vielleicht schreib ich demn?chst noch mal was ?ber sie, einen Eintrag w?r dieses Schwesternph?nomen auf jeden Fall wert...

Ich gehe jetzt ins Bett und w?nsche euch allen eine gute Nacht und erholsamen Schlaf!
1.11.05 23:18


Gebärdensprache

Ich ackere mich gerade mal wieder durch diverse Datenbanken ?ber Geb?rdensprache und mein kleines B?chlein, dass ich besitze...

Morgen soll evtl. eine taube Patientin kommen und in der Klinik gibt es niemanden der Geb?rdensprache kann... vielleicht kann ich ja etwas helfen mit meinen kleinen bisschen das ich kann. Zumindest im Deutschen Fingeralphabet kann ich mich halbwegs gut verst?ndigen, den Rest vergesse ich leider immer sehr schnell wieder... Es ist irgendwie sehr schwierig eine Sprache zu lernen wenn man niemanden kennt der sie auch kann, mit dem man sich darin unterhalten k?nnte...

Falls jemand mal reinschnuppern will in die Welt der Geb?rden:

Schnupperkurs Deutsche Geb?rdensprache

Das Vokabelheft - Allgemeines Geb?rdenlexikon der Uni Hamburg

Der Taubenschlag - Das Deutsche Portal f?r H?rgesch?digte

Es lohnt sich
1.11.05 22:37


Schwester, Sklave, Sklavenschwester?

Ich bin ja im Grunde genommen ein vehementer Gegner des so beliebten Ausspruches "Wir sind ja hier nicht im Hotel sondern im Krankenhaus!", da ich denke man sollte es dem Patienten im Rahmen der M?glichkeiten so angenehm wie m?glich machen. Daf?r nehme ich auch gerne Mehrarbeit in kauf, laufe ein paar mal ?fter und tue Dinge die ich nicht tuen 'm?sste'.
Bei Patienten die nicht anders k?nnen, die auf Hilfe angewiesen sind, komme ich auch gerne wegen 'Kleinigkeiten' ins Zimmer, denn wenn man sich nichtmal im Bett aufsetzen kann/darf, ist schon ein runtergefallenes Buch ein gro?es und alleine un?berwindbares Problem.
Ich helfe und unterst?tze sehr gerne, sonst w?re ich vermutlich fehl am Platze in diesem Beruf...

Aber ich kriege wirklich SOO einen Hals wenn man von Patienten die eigentlich fast vollkommen selbstst?ndig sein k?nnten behandelt wird wie ein niederer Untergebener oder Sklave, nur weil sie selbst zu faul sind einen Finger zu r?hren. Leute die glauben, die Schwestern seien nur dazu da sie zu bedienen, ihnen ihre Sachen hinterher zu r?umen und f?r sie im Quadrat zu h?pfen. Leute die sich dar?ber mokieren dass sie einen Moment im Stuhl sitzen bleiben m?ssen und nicht sofort ins Bett gelegt werden, w?hrend im Bett daneben die Patientin kollabiert und man alle H?nde voll zu tun hat ihr zu helfen.
Leute die irgendwie nicht verstehen k?nnen oder wollen, dass auch eine Krankenschwester ein normales Menschliches Wesen ist, dass auch nur zwei Arme und zwei Beine hat und leider noch keine M?glichkeit gefunden hat, sich mit ?berlichtgeschwindigkeit von A nach B zu bewegen oder an zwei Orten gleichzeitig zu sein...

Ich mag den engen Kontakt mit Patienten sehr gerne und habe viel Verst?ndnis daf?r wie hilflos und schwach man sich oft als Patient f?hlt, da ich selber schon oft genug im Krankenhaus lag, aber f?r solche Patienten hab ich einfach kein Verst?ndnis, sorry...
1.11.05 22:15


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